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Wege nach Italien


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Viele Wege führen nach Rom und viele in das für deutsche Unternehmen besonders interessante Norditalien – allein die Region Lombardei erzielt ein BIP von knapp 400 Mrd. Euro und damit mehr als mancher euroäischer Staat.


Deutsche Unternehmen wollen in der Regel vom Export zu einer eigenen Geschäftstätigkeit in Italien wechseln, weil sich die bisherigen Bemühungen als wenig ertragreich herausgestellt haben.Die klassischen Schmerzpunkte betreffen häufig die Distributionspartner. Den Vertrieb im fragmentierten italienischen Markt zunächst einem lokalen Unternehmen zu überlassen, liegt nahe. Doch häufig erfüllt der Distributor nicht die Erwartungen an Vertrieb und Marketing des deutschen Unternehmens. Oder aber die Vergütung des Vertriebspartners ist so hoch, dass die Margenerwartung nicht mehr erfüllt werden.


Das Unternehmen sucht dann einen Country Manager, der als erster Mitarbeiter in Italien den Vertrieb in die Hand nimmt. Dieser wird zusammen mit dem Mutterhaus die Gründung einer Betriebsstätte oder einer Niederlassung in Form einer S.r.l. (Società a responsabilità limitata, ähnlich der deutschen GmbH) vornehmen.


Bleibt es bei einer Betriebsstätte, z.B. einem kleinen Vertriebsbüro, ggfs. mit Showroom für die entsprechenden Produkte, und weiterer Lieferung und Rechnungsstellung aus Deutschland, erhält der Country Manager einen Arbeitsvertrag mit dem deutschen Unternehmen. Dieser Vertrag wird mit der deutschen juristischen Person abgeschlossen, wird aber vollständig vom italienischen Recht regiert. Das Unternehmen führt in Italien für den Mitarbeiter Steuern und Sozialabgaben ab und ist bei den italienischen Behörden als Arbeitgeber geführt.


Wird hingegen eine S.r.l. gegründet, ist der Mitarbeiter bei dieser angestellt. Wird der neue Mitarbeiter nicht auch gleich als Geschäftsführer der S.r.l. berufen, so ist in der Regel ein deutscher Manager des Mutterhauses im Handelregister als solcher eingetragen.


Eine weitere Möglichkeit der Expansion besteht im Unternehmenskauf. Das deutsche Unternehmen erwirbt das Unternehmen des bisherigen Vertriebspartners oder aber den Betrieb eines Wettbewerbers.


All diese Möglichkeiten haben rechtliche, fiskalische und wirtschaftliche Implikationen, deren Für und Wider sorgfältig abzuwägen sind. Auch für die Personalsuche in Italien haben diese Konstellationen natürlich Auswirkungen. Aus Kandidatensicht bestehen hier neue und sich wandelnde Optionen, die sich vom Rekruiting für eine lokale italienische Firma deutlich unterscheiden. Für uns als Personalberatung ist es daher sehr wichtig, im Vorfeld der Suche intensiv mit Ihnen über Ihre Erwartungen, Gestaltungsoptionen, Berichtswege und Unternehmenskultur zu sprechen, um Ihnen die bestmöglichen Kandidaten für Ihr Italiengeschäft präsentieren zu können!

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